An apple a day keeps the doctor away

So…Mal ein paar Worte zu Yosemite und dem neuen iMac.

Ist ja jetzt schon ein paar Tage her dass Apple (mal wieder) gerufen hat. Nachdem es das Unternehmen aus Cupertino (endlich?!) geschafft hat die Handys ein wenig zu vergrößern, gab als letzten Donnerstag neue (?!) iPads. Aber auch neue (?!) iMacs. Und OS X Yosemite. So weit, so gut…

Ich habe schon seit Ewigkeiten (wahrscheinlich, seit Steve Jobs an der Himmelstür geklopft hat) keine Keynote mehr geschaut. Die Luft war einfach raus. Inzwischen gibts selbst bei Apple keine Überraschungen mehr. Im Vorfeld wird allzu viel „geleakt“. Macht mir einfach keinen Spaß mehr. Und außerdem hat man mehr und mehr das Gefühl, dass es Apple an echten Innovationen fehlt (Stichwort Smartwatch!). Und trotzdem möchte ich mal ein paar Worte zu Apple verlieren. Nicht nur, weil ich gestern auf Yosemite „geupdatet“ habe…

Ich wußte zum Beispiel gar nicht, dass Apple mit Yosemite das Flatdesign jetzt auch auf den Desktop gebracht hat. So sehr habe ich mich im Vorfeld damit beschäftigt. Aber es weiß zu gefallen. Ist ja jetzt auch keine Weltneuheit mehr, aber auf dem Desktop kommt es gut an. Irgendwann hat man sich ja auch am besten Design satt gesehen. Von daher, das Design ist eine angenehme Neuerung. Viele Details sind mir noch nicht untergekommen, dazu arbeite ich zu wenig am Desktoprechner. Viele „Features“ fallen für mich leider aber auch weg. Denn ich benutze ja bekanntlich kein Endgerät mit iOS 8. Schade, zumindest in der Theorie liest sich die Integration der mobilen Geräte ganz gut. Aber nein, nur deswegen werde ich mir kein iPhone für 1000€ kaufen.

Im Gesamten hat sich der Sprung auf OS X 10 gelohnt. Schon allein wegen dem frischen Design…

Und damit kommen wir zum neuen iMac. Ich selbst bin ja noch mit einer alten (und dickbauchigen) Gurke von 2009 (!) unterwegs. Zwischendurch mal auf 8GB RAM erhöht, aber ansonsten noch einer der langsamen und klotzigen iMac Modelle. Was daraus inzwischen geworden ist…Hut ab Apple. Das Ding ist nicht nur fix und gut ausgerüstet geworden, es ist auch verdammt scharf. Und das im doppelten Sinne. Nur noch 5mm dick an den Kanten und mit einer wahnwitzigen 5K (!) Auflösung. Nebst ner Menge Rechenpower unter der Haube, weiß der iMac immer noch zu begeistern. Solch eine potente Hardware in solch ein schickes Gerät unterzubringen…Chapeau Apple. Allerdings hat das auch seinen Preis. Der neue 27″ iMac geht bei 2599€ los. Vollausgestattet steh statt der Zwei eine Vier vorne. Ordentliche Ansage. Und für mich eine zu deutlich Ansage in Richtung „Semi-Pro“ Gerät. Ob der typische Desktopanwender wirklich 5K braucht?! Fraglich. Ob man wirklich so viel Power braucht?! Auch fraglich. So wie es aussieht, wird mein nächster Desktoprechner wohl eher ein Mac Mini. Den es ja -rudimentär- auch neu gibt. Aber der iMac ist wohl in Zukunft eher für Pixelschieber und Homeanwender mit mächtig Kohle im Portmonee. Ok, das war ja eigentlich schon immer so…

Man merkt, meine Appleaffinität nimmt immer mehr ab. Liegt vielleicht auch daran, dass Apple inzwischen (fast schon) austauschbar geworden ist. Wenn nicht die wirklich hervorragende Designsprache bliebe, ein großes Alleinstellungsmerkmal hätte auch Apple nicht mehr. Es fehlt eben doch ein Stück Apple seit Steve Jobs. Nichtsdestotrotz ist Appel nach wie vor noch ein herausragendes Technikunternehmen. Vielleicht inzwischen mehr Unternehmen als Ideenschmiede, aber immer noch hervorragend. Für mich dünnt sich das Portfolio mehr und mehr aus, eben auch weil es inzwischen genug (gute) Alternativen gibt. Der Markt ist eben gesättigt. Mal sehen, ob Appel es irgendwann noch mal schafft eine richtige Innovation auf den Markt zu bringen. Bis dahin werden wir wohl alle beherzt in den Apfel beißen müssen…

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