Sach mal Dan…

Warum machst Du eigentlich nix mehr mit Fotografie? Und warum sind Deine Bilder wech? Hast Du das Hobby jetzt ganz aufgegeben? Und überhaupt, willst Du irgendwann noch mal fotografieren?

Ich wurde gestern mal wieder drauf angesprochen, ob das Fotografieren überhaupt noch meins wäre. Auf den ersten Blick nicht mehr so wirklich. Der Blog hier hat in den letzten Wochen eine deutliche Veränderung erfahren, ich habe seit langen die Kamera nicht mehr in der Hand gehabt und auch die Suche nach „Modellen“ ist fast völlig eingestellt. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit…Aber bekanntlich hat eine Medaille immer zwei Seiten. Schauen wir uns mal beide Seiten an…

Zu erst einmal…Fotografieren war für mich immer nur ein Hobby. Zugegeben, ich war darin nicht all zu schlecht, habe einige gute Fotos gemacht und hab sicherlich ein Händchen gehabt in dem was ich getan habe. Allerdings hatte ich zum Schluss einfach nicht mehr das Bestreben nach „mehr“. Soll heißen, dass ich mich irgendwie wie in einer Sackgasse gefühlt habe. Ich habe auf der Stelle getreten was die „Entwicklung“ der eigenen Fotografie angeht. Und ich habe mir immer geschworen, wenn dieser Punkt erreicht ist, mein Hobby zu überdenken. Und trotzdem war das Knipsen eigentlich etwas zwangloses für mich. Ich wollte nie nach Größeren streben, sondern einfach Spaß an dem Hobby haben. Natürlich habe ich immer mal wieder etwas Neues ausprobiert, habe experimentiert und mich ausprobiert. Aber vieles war einfach nicht mein Fall und einiges ist auch einfach an den Mitteln gescheitert. Noch ein Punkt, an dem ich einen Gedankenstrich ziehen wollte.

Und genau das habe ich Mitte dieses Jahres getan. Einfach mal alles in einem Topf geschmissen und quasi mal resümiert was ich bislang für eine Suppe daraus gekocht habe. Zahlreiche Erfahrungen aus den letzten Jahren landeten in den Topf, viele Resümees aber auch einige Fragezeichen. Wer mir auf diversen Kanälen „folgt“, wird es ja sicherlich mitbekommen haben. Ich habe nicht nur einmal über diverse Dinge gemeckert. Sei es das finden von (Amateur)Modellen oder der Umgang in der „Hobby-Szene“. Gefühl war 2012 ein Jahr des Jammers was das Fotografieren angeht. Und nicht nur bei mir! Keine Ahnung ob es daran liegt, dass inzwischen Hinz & Kunz fotografieren oder das -dank Internet- „Menschenfotografie“ in jeglicher Couleur zwischenzeitlich verdammt inflationär geworden ist. Egal ob gut gemachte Portraitfotografie, Tittenknipserei oder irgendwelcher SM-Schmotz…Gefühlt wird man davon zugeschissen im Netz. Das kann einem dass Hobby ziemlich verleiden…

All das kam beim „Süppchen kochen“ raus…Eine ziemlich akute Unlust noch weitere Zeit -oder massig Kohle- in das Hobby zu investieren. Natürlich, man hätte die Arschbacken zusammenkneifen und auch diese „Phase“ aussitzen können. Doch ist es genau das, was ich bei einem Hobby eigentlich nicht möchte. Menschen die davon leben und dadurch den Kühlschrank voll machen…Bei denen sieht das vielleicht noch anders aus. Aber da ist es meisten ja auch mehr als ein Hobby. Ich wollte eigentlich nie zu diesen Menschen gehören. Nichtsdestotrotz habe ich die „Suppe“ natürlich nicht weggeschüttet. irgendwas an den Nagel zu hängen -gerade etwas woran man eigentlich sehr viel Spaß hat- ist auch nicht mein Stil. Aufgeben möchte ich weder das Hobby noch mein Talent dafür. Ich möchte einfach mal eine Pause machen. Ganz ohne Zwang etwas zu müssen oder wollen. Sich die Tür quasi einen Spalt offen halten. Und die Tür ist sicherlich noch lange nicht zu…

Deswegen seht mir bitte nach, wenn ich momentan absolut keine Ahung habe wann & wie es mit der Fotografie weiter geht. Ich habe das ganze Ding erst einmal in die Schublade gepackt, mich auch im Netz davon ein Stück weit distanziert und lasse die Dinge jetzt auf mich zukommen. Kann durchaus sein, dass es mich schon bald wieder packt, ich die Schublade aufreiße und das Hobby wieder raus hole und durchstarte. Genauso gut kann es aber durchaus noch etwas länger dort drin liegen bleiben. Ich weiß es nicht. Eventuell wird in irgendeiner Form meine Fotografie „zurückkehren“ , als eigene Seite o.ä. Aber auch das steht noch genauso in den Sternen wie das -zwischenzeitliche- „akquirieren“ von irgendwelchen Modellen. Wie sagt man so schön?! Man wird sehen was die Zeit mit sich bringt.

Bis dahin liebe Leser…Lass mich zum Ende des Jahre noch mehr als nur mein Hobby sortieren und wartet gespannt was dabei raus kommt. Ein Leben krempelt sich nicht von heute auf morgen einfach mal um. ;) Seid gespannt und erfreut Euch bis dahin an meinem Geschreibsel hier…Das würde mich viel mehr freuen als die ständigen -wenn auch sehr freundlichen & unterstützenden- Nachfragen.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Dan, mir hat ein wirklich sehr schlauer Mensch, bezogen auf meinen Frust nach einer Probe mit meiner Band, einmal gesagt. »Wenn Du über 30 bist, hörst Du nicht mehr damit auf.« Es ging um das Musizieren. Ich war damals so genervt vom üblichen Bandgezacker, darüber nachdachte, die ganze Rock ’n Roll Scheiße sausen zu lassen. Es ging nicht vor und nicht zurück und ich musste den Mist zusammen halten, die Egos ausgleichen und dann noch einen Vollzeit-Job machen. Als ich in meiner Stammkneipe saß und meinen Frust ersaufen wollte, sagte Tobias, besagter schlaue Mensch seinen Satz. Und was soll ich sagen? Er hat recht behalten.

    Musst Dich dafür wirklich nicht erklären.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.