Ich hab jetzt schon kein Bock mehr!

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Für Menschen wie mich, gibt es Handwerker die das beruflich machen!

Und dabei war das dieses Wochenende “nur” der olle Garderobenschrank im Flur. Die Küche und das anschließende Fliesen kommt erst noch. Gut, dass meine neue Küche geliefert und aufgebaut wird und ich mir währenddessen die Eier kraulen kann!

 

Partyalarm in Lima

Oder auch: Mit Discobeleuchtung in die Werkstatt

 

lima

Das Antriebsrad der Lichtmaschine (Lima) hats zerfetzt. Damit den Keilriemen ebenso. Oha…Was ein Spaß. Um 22.00 Uhr bei Regen und einer steifen Brise…Nachdem ich bei der goldenen Möwe für 10€ Abendessen besorgt habe…Am Tag vorm langen Wochenende…Na da beginnen die freien Tage doch gut! Nun ja, wenigstens durfte ich mal wieder in nem Abschlepper mit Discobeleutung mitfahren. Hat man ja auch nicht jeden Tag…

Dabei hatte der Tag gestern so gut angefangen…Prüfung mit einem mir nicht bekannten Prüfer (Die tollen “Springer” beim TÜV). Selten so gelacht bei einer Prüfung. Ich mag das ja, wenn die Prüfer mit dem Fahrschüler und  mir auf einer Wellenlänge sind. Auch sonst macht die Fahrerei momentan wieder richtig Bock. Eine Menge spaßiger Fahrschüler zur Zeit im Auto. Und zum Theorieunterricht stapeln sich die Leute inzwischen bei uns in der Fahrschule. Auch mal ganz witzig…

Aber wir doofen Fahrlehrer lassen uns ja nicht so schnell unterkriegen. Wir sind ja ganz andere Klopper gewohnt. Da ist ne kaputte Lima doch nichts. Heute wird wohl erstmal die neue Küche bestellt und gekauft. Ok, das Geld was für Dekokram verwendet werden sollte, geht jetzt wahrscheinlich fürs Auto drauf. Aber hey…Wer braucht schon Deko?! Gibts halt keine Bilder an die Wand…

Ich werde mich auf jeden Fall mal an diesem frühen Freitagmorgen in Richtung Werkstatt aufmachen und mal sehen was mich der ganze Spaß kosten wird. Und heute Nachmittag dann noch mehr Geld ausgeben. Wir Fahrlehrer hams ja…Partyalarm in Lima eben! Schönes Wochenende Euch allen…

Back tu Future

Willkommen 2015…Tschöö 2014!
Andere machen Jahresrückblicke, ich will mal etwas in die Zukunft schauen.

Das Jahr ist gerade mal drei Tage alt. Und ich will trotzdem mal einen Blick voraus werfen1. Nein…Keine Vorsätze! Davon halte ich absolut nichts. Sterben doch eh spätestens am Neujahrsmorgen wieder. ich will mal gucken, was mich 2015 alles erwartet. Natürlich ist das Leben wie eine Wundertüte. Man weiß nie genau, was die Zeit so mit sich bringt. Aber es gibt gewisse planbare Dinge, die werden auf jeden Fall kommen.

Fangen wir mal mit dem Beruf an.
Da wird sich eigentlich gar nicht so viel ändern. Außer, dass noch eine wichtige Prüfung 2015 ansteht. Das ist quasi die Abschlussprüfung um mich endgültig in die glorreiche Bruderschaft der Fahrlehrer zu erheben. Genaues ist noch nicht geplant, aber es dürfte sich irgendwann im ersten Quartal abspielen. Also schon recht bald. Der Haken dabei ist leider, dass ich mich noch ein “bisschen” drauf vorbereiten muss. Büroarbeit wird also die nächsten Wochen bestimmen2. Nicht schön, aber da muss man durch. Ansonsten werde ich meine Linie aus den letzten Wochen des Jahres 2014 weiterverfolgen. Nicht mehr ganz so über meine Grenzen arbeiten, mir die ein oder andere Auszeit nehmen und ein bisschen mehr auf mich achten. Ob dazu noch ein weiteres Betätigungsfeld kommt, dass weiß ich noch nicht ganz genau. Ich werd mich 2015 auf jeden Fall mal nach Möglichkeiten umschauen.

Und wie siehts in den eigenen vier Wänden aus?!
Auch da wird es 2015 eine gravierende Änderung geben. Ich werde mir eine neue Küche kaufen. Ja, ja…Neue Küche…Nichts besonderes. Doch, für mich schon. Ich lebe seit dem Einzug in die jetzige Wohnung mit einer über 30 Jahren alten Küche. Die ist (bis auf die Elektrogeräte) noch erstaunlich gut ist Schuss3, sieht aber inzwischen eben sehr abgeranzt aus. Da muss frischer Wind rein. Und da dieses Jahr hier bei mir ind er Wohnung eh drei Fenster erneuert werden sollen (unter anderem das in der Küche), ist dass genau der richtige Zeitpunkt um mir endlich den Traum einer eigenen Küche zu erfüllen. Über Geld reden wir besser mal nicht, aber die Planungen gehen jetzt los. Auch das soll noch im ersten Quartal passieren. Ich tendiere ja ungemein zu IKEA4. Mal sehen was es da noch so für Alternativen gibt. Aber ein ist jetzt schon sicher. Es wird hell, freundlich und stylisch.

Was geht im Privatleben so?!
Ha…Kalt erwischt. Ihr wisst, ich schreibe ungern über mein Privatleben. Und das wird auf Ewigkeiten wohl auch so bleiben. Trotzdem will ich mal einen (kleinen) Ausblick geben. Als erstes ist da meine Nichte. Ich bin -komischerweise- total vernarrt in die Kurze5. Und ich freue mich auf das Jahr 2015 mit ihr. Sie wird im Februar ein Jahr alt und somit beginnt jetzt die “spannende” Zeit. Das Laufen, das Brabbeln, das aktiv an der Umwelt teilnehmen…Das kommt jetzt so langsam alles. Und ich freu mich jedes Mal tierisch wenn sie die Familie mal wieder mit etwas Neuem bespaßt. Daneben gibt es seit kurzem jemand in meinem Leben, den ich sehr mag. Auch das wird 2015 noch “spannend”. Auch wenn ich in dieser Hinsicht sehr erwartungsfrei bin. So freue ich mich auf das Jahr 2015 mit diesem Menschen.

Ansonsten habe ich eigentlich nicht viel geplant. Aufgrund der Küche wird es 2015 keinen ausgiebigen Urlaub geben. Wahrscheinlich werde ich zweimal etwas länger Urlaub nehmen, davon wird der erste im Frühjahr für die Küche drauf gehen. Der im Herbst soll dann der Entspannung dienen. Alles was zwischenzeitlich passiert, wird sich ergeben. Denn seien wir doch mal ehrlich. Die schönsten Dinge passieren völlig ungeplant. Und trotzdem freue ich mich auf meine zwei, drei Highlights dieses Jahr. Auf ein erfolgreiches & spannendes Jahr 2015.

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  1. Ihr wisst ja: Nicht zurück…Immer nur nach vorne blicken! []
  2. Weswegen ich mir auch ein kleines “Update” fürs Büro gegönnt habe… []
  3. In den 80er wurde noch solide gebaut! []
  4. Ich könnte einziehen in den Laden! []
  5. Hätte ich selbst nie gedacht. Ich bin eigentlich nicht so der “Kindermensch” []

Beim Reus läufts!

Läuft beim Marco…
Ok, ok…Ich spare mir die billigen Flachwitze!

Eigentlich wollte ich mich nur mal wieder zu Wort melden. Bald ist ja Weihnachten und da muss ich doch noch mal einen Blogpost raus hauen. Viele werden sich bestimmt fragen, wie es mir nach meinem letzen Jammer-Beitrag ergangen ist. Ist etwa Ruhe eingekehrt?! Oder hat mich der Stress vollends aufgefressen?!

Ja und Nein! Der Dezember war bislang ein ganz ruhiger Monat (Ich glaube, ich habe sogar Minusstunden gefahren)! Und ab dem 24. werde ich die Füße von mir strecken und bis ins neue Jahr Urlaub machen. Hell Yeah! So viel also zum “alltäglichen Stress”. Man kann es auch ganz anders machen. Indem man einfach mal einen ruhigen Monat einschiebt. Na gut, der Winter ist in unserem Geschäft eh eine relativ maue Jahreszeit. Aber ich wollte es ja mal durchziehen mir weniger Arbeit aufzuladen. Und was soll ich sagen?! Es läuft (Sorry!!). Und es tut verdammt gut mal ein wenig auf die Bremse zu treten (5€ ins Phrasenschwein!)…

Ihr seht, nicht alles ist Scheiße. Ganz im Gegenteil. Ich muss halt echt noch lernen, dass der Beruf als Fahrlehrer Höhen und Tiefen mit sich bringt. Und ab und zu auch einen Ar*** voll mit Arbeit. Aber…Das Leben ist ja kein Ponyhof.

Damit werde ich mich mal in den Freitag verabschieden…Nur noch heute plus zwei Tage. Dann ist Urlaub!
Euch allen da draußen eine besinnliche (und wahrscheinlich wieder grüne) Weihnachten, frohe Festtage, gutes Essen und (prophylaktisch) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir lesen und wahrscheinlich erst wieder im Jahr 2015. Bis dahin…Läufts!

Sag mir wer Du bist, dann sag ich Dir, wie Du fährst…

Oder auch: Eine kleine Typologie der Fahrschüler

So zahlreich wie die Modelle der Autohersteller sind, so zahlreich sind auch die Fahrschüler in ihrer Art. Heute möchte ich Euch mal ein paar (meiner) Highlights vorstellen. Vielleicht findet sich der ein oder andere ja wieder.

Der Lehrreiche

Einer meiner liebsten Fahrschüler. Hört zu, stellt (intelligente) Fragen und setzt Anweisungen recht schnell um. Weiß ziemlich genau, um was es in der Führerscheinausbildung geht. Arbeitet mit und analysiert sich auch mal ganz gerne selbst. Die Ausbildung des Lehrreichen macht Spaß und ist absolut unkompliziert. Selbst wenn Mängel bestehen, der Lehrreiche sieht sie häufig selbst und “ist stets bemüht” sie abzustellen. Kommt im Alltag häufig vor, verlässt das Auto leider recht schnell (und meistens auch erfolgreich).

Der “Ja, aber…”

Whooouu…Ich feier diesen Typ Fahrschüler immer. Hart. Jeder Einwurf des Fahrlehrers wird mit “Ja, aber (!abba!)…” beantwortet. “Da war ein Stopschild, da muss man halten!” – “Ja, aber es kam doch keiner!”, “Hier ist rechts vor links, das Fahrzeug von rechts hatte Vorfahrt!” – “Ja, aber der Fahrer hat so komisch geguckt und wollte mich fahren lassen!”, “An Fußgängerüberwegen müssen wir besonders gut schauen!” – “Ja, aber es ist doch dunkel und schon spät. Da kommt doch sowieso kein Fußgänger mehr!”. Uaarrghhh…Und so geht das am laufenden Band. Ja, aber…ABBA war eine schwedische Popgruppe!!! Kommt eher selten vor, aber dann mit großer Hartnäckigkeit. Die meisten “Ja, aber” Sager lassen sich allerdings irgendwann von guten (und richtigen) Argumenten überzeugen. Denn irgendwann ist es angekommen, dass das was der Fahrlehrer sagt, Hand und Fuß hat. Bei allen anderen hilft irgendwann nur noch “Lernen durch Schmerz”.

Der Ja-Sager

Der “Ja-Sager” ist nicht zu verwechseln mit dem “Ja, aber…” Sager. Der “Ja-Sager”, sagt wirklich nichts anderes. Er gehört eher zu den stillen Fahrschülern, die jeden Hinweis und Tipp des Fahrlehrers eben nur mit “Ja” beantworten. Macht es in der Ausbildung immer besonders spannend. Ist es auch wirklich im Oberstübchen angekommen oder war das wieder nur ein antrainierter Reflex (Pawlow…Glöckchen und so!)?! Viele von den “Ja-Sagern” sind einfach nur schwer konzentriert und haben nicht genug Reserven und anders zu antworten. Und setzen trotzdem alles um, was man ihnen beibringt. Gewinnerseite! Einige wenige dagegen, wehren damit aber wohl jegliche Anstrengung im Oberstübchen gleich im Vorfeld mit ab. Ins rechte Ohr rein, aus dem linken wieder raus. Verliererseite! Das macht die Ausbildung dann extrem schwer weil eben nichts ankommt. Stupides “trainieren” ist dann häufig angesagt.

Der Experimentierfreudige

Dieser Typ Fahrschüler probiert sich gerne aus. Mal mehr oder weniger erfolgreich. Und manchmal auch etwas übers Ziel hinaus. Man muss ihn im Wahrsten Sinne etwas bremsen. Kommt nicht allzu häufig vor, ist dann aber meisten männlich. An sich aber ein guter Typ Fahrschüler. Man merkt deutlich den Spaß am Autofahren, am “entdecken” neuer Dinge. Aber gerade zu Beginn der Ausbildung ist es ein wenig anstrengend. Man kann kaum ein Satz zu Ende sprechen, da hat sich der Experimentierfreudige schon ausprobiert. Nach einiger Zeit kennt er aber seine Grenzen und stellt die Geduld von uns Fahrlehren nicht mehr ganz so sehr auf die Probe. Richtig anstrengend ist er nicht, nur wenn der nächste Typ mit hineinspielt.

Der “Das machen andere auch immer so…”

Aiaiai…Da haben wir einen Typ Fahrschüler, der -von wem auch immer- verdorben worden ist. Er hat sich brav jahrelang etwas bei der Familie oder bei den Freunden abgeguckt und meint, das Ganze dann auch in den Fahrstunden so machen zu müssen. Auf den letzten Drücker über eine gelbe Ampel fahren?! Am besten noch über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit?! Läuft! Machen alle anderen ja auch so. Sich hinter einer Schlange von wartenden Fahrzeugen noch mit auf die Kreuzung quetschen?! Machen die anderen doch auch immer so! Kompliziert, aber nicht hoffnungslos. Auch bei diesem Typ Fahrschüler muss man einfach mit guten Argumenten kontern (“Wenn alle anderen vor den Baum fahren, machst Du das dann auch?!”). Dann versteht er es auch meistens und lässt sich drauf ein. Die Schwierigkeit bereiten nur die “abgeguckten” Verhaltensmuster, die man mühsam wieder abtrainieren muss.

Der Kopfmensch

Kommt gar nicht so selten vor wie man glaubt. Der Kopfmensch macht sich Gedanken….zu viele. Natürlich muss man gerade in der Führerscheinausbildung den Kopf sehr anstrengen. Doch der Kopfmensch strengt das Hirn viel zu sehr an. Irgendwann soll der Fahrschüler ja auch selbstständig fahren können. Wenn man allerdings dann immer noch erst 15 Minuten nachdenken muss bevor der Wagen überhaupt gestartet ist…Dann wirds schwierig. Beim Kopfmensch kann ich als Fahrlehrer nicht viel tun. Außer Ratschläge und Tipps geben. Das “Umdenken” muss im Kopf des Fahrschülers beginnen. Mehr mit dem Bauch, als mit dem Kopf fahren (zumindest in späteren Ausbildungsstufen). Auch wenn man der heutigen Jugend nur noch das exakte Bedienen von Smarthphones vorwirft. Der Kopfmensch trifft eigentlich recht häufig und in Phasen auch bei jedem Fahrschüler auf. Es wird also doch noch mehr gedacht als angenommen…

Der Scheuklappenblick

Beim Scheuklappenblick denke ich immer nur: “Huhu…Jemand zu Hause?!“. Und das kann viele Gründe haben. Positive wie auch negative. Mehr möchte ich dazu eigentlich nicht sagen…Außer…AUFWACHEN!

Ihr seht, ich habe täglich mit vielen verschiedenen “Typen” zu tun. Und zugegeben, die hier erwähnten sind eventuell etwas überspitzt dargestellt. ;) Eigentlich sind die meisten Fahrschüler eine gesunde Mischung aus allem. Und auch völlig “normal” drauf im Auto. Völlig unkompliziert. Aber so einige stechen halt raus und bleiben durchaus in Erinnerung. Fahren können sie nämlich am Ende trotzdem alle. Und von einem Charakter auf einen Fahrertypen zu schließen, dass machen wir Fahrlehrer ja nicht. Als dann…Vielleicht erkennt Ihr Euch ja in dem ein oder anderen (ein wenig) wieder… ;)

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